Das Geheimnis der Motivation

Die Arbeitswelt hat DWM wieder, was für ein Glück. Erstmals seit Jahren trifft sie nicht auf einen schier unüberwindlichen Berg an Liegengebliebenem , nein, sie wird von Newcomer sanft eingeführt ins „Was bisher geschah….“. Auch von den Softfacts gibt es nur Positives zu berichten, BusyBody ist wohl zur Räson gebracht worden und verhält sich zahm wie nie, geradezu paradiesische Arbeitsumstände also. Nachdem sie die wichtigsten Mails gelesen und sich auf den morgigen Workshop vorbereitet hat, beginnt DWM ihre besonderen Quellen nach Neuigkeiten zu durchforsten. Was liest sie da? Ihre Degradierung ist jetzt auch auf Konzernebene nachgezogen worden. Im letzten Jahr wurde ihre Einstufung im „Global Job Model“ noch gemeinsam mit der Personalleiterin besprochen, wie es halt bei Leitern üblich ist. Das gemeine Fußvolk erfährt – wenn überhaupt – gerade mal, dass es eine solche Einstufung gibt, um die Positionen konzernweit und international vergleichbar zu machen. Auf Gehalt und interne Rangordnung hat es auch keinerlei Einfluß. Warum fühlt DWM trotzdem ihre Motivation plötzlich schwinden wie Schnee in der Frühlingssonne? Noch vor einer halben Stunde schien die Arbeitswelt in Ordnung, während des Urlaubs hatte DWM Zeit gehabt, sich mit ihrer Situation abzufinden, was hat sich verändert durch das Lesen der Information, die auf das direkte Geschehen keinen Einfluß hat (und auch gar nicht für sie gedacht war)? Was motiviert uns? Was demotiviert uns? Ist es die Anerkennung, bzw. der Mangel daran? Oder ist es die Erinnerung an das Unrecht, nachdem DWM begonnen hatte, es sich in ihrer neuen Situation kuschelig einzurichten. Ist das gut, weil es sie antreibt, statt dessen etwas an der Situation zu ändern oder schlecht, weil es sie hindert, in einer Situation glücklich zu werden, die sie ohnehin nicht ändern kann?

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