Wie praktisch darf ein Geschenk sein?

DWM hat es wahrlich wieder einmal nicht leicht. Kaum ist die Weihnachtsgeschenkorgie sowohl kreativitäts- (was wem schenken?) als auch finanztechnisch überstanden, naht schon die Geburtstagsgeschenkorgie. Von den gewichtstechnischen Aspekten durch vermehrten Kuchenverzehr ganz zu schweigen.

Als erste (und schwierigste) Aufgabe naht das Aussuchen eines Geburtstagsgeschenkes für DesperateWorkingDad. Im letzten Jahr gestaltete sich das ganze mit dem Ankauf eines eReaders noch verhältnismäßig einfach. DWM verschenkt gerne mal Dinge, die sie selber möchte – mittlerweile kommt DWD kaum noch dazu, das elegante Gerät zu benützen, weil es von DesperateSchoolGirl oder DWM in Beschlag genommen wurde. Vielleicht sollte sie ihm einfach heuer nochmal einen Reader kaufen? Nein, das wäre selbst für DWM zu phantasielos.

Seit Jahren ringt DWM damit, ihren Göttergatten mit einem Navi zu beschenken. Sie kann es kaum mitansehen, wie er vor so manchem Hausbesuch mit den dürftigen Ortsplänen aus dem Telefonbuch hantiert, um seine Patienten zu finden. Das Gerät wäre zweifellos eine Arbeitserleichterung und offensichtlich kommt DWD nicht auf die Idee, sich selbst eins anzuschaffen, allein, was DWM bisher davon abgehalten hat, ist der praktische Aspekt. Wäre das nicht so, als wenn sie selbst mit einem Bügeleisen oder einem Mixer beschenkt würde?

Mangels alternativer Einfälle beginnt DWM ihre Internetrecherche nach einem passenden Gerät. Bei Saturn (ja, DWM muss zugeben, obwohl sie sich jedesmal wieder über die unfähigen Verkäufer ärgert, fährt sie immer wieder dort hin – ist halt so praktisch auf dem Heimweg vom Büro zu erreichen) wird sie gleich eines Besseren belehrt. DIESES Gerät sei das allerbeste. Der ausnahmsweise kompetente, freundliche und geduldige Verkäufer (DWM wird diesen Saturn-Besuch als einmaliges Ereignis in Erinnerung behalten) läßt sie mit dem von ihm favorisierten und anderen Geräten hantieren und vespricht ihr Umtauschmöglichkeit auch nach Gebrauch. DWM gesteht ihre Bedenken, mit einem so praktischen Gerät vielleicht nicht ganz den Geschmack ihres Mannes zu treffen. Der (auch noch sehr attraktive!!!!) Verkäufer schenkt ihr ein strahlendes Lächeln und versichert: „Also ICH würde mich freuen!“

Entgegen anderslautenden Gerüchten ist DWM NICHT versucht, dem Verkäufer das Navi zu schenken für noch so ein Lächeln…..

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