Postverwirrung – mea culpa!

Heute muss DWM sich bei ihren Lesern entschuldigen, weil sie in einem Anfall von Paranoia mehrere Posts in den Entwurfsstatus versetzt und nach der Entwarnung wieder zurückversetzt hat, nicht wissend, wie sich das auf ihre Follower auswirkt. Jedenfalls hofft DWM, dass das Pseudonym unversehrt ist und sie mit der gleichen Offenheit wie bisher posten kann.

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Partystimmung zu Hause

Nun ist es wieder einmal so weit. DWM muss darf einen weiteren Schritt an der Abnabelungsfront machen. Während der letzten Wochen wurde die Grillparty von DSGs Schulklasse wetterbedingt mehrmals abgesagt aber an diesem Wochenende muss DWM den Tatsachen ins Auge sehen. Ihre Tochter wird erwachsen. Und DWM darf nicht nur nicht dabei sein, nein, sie darf noch nicht mal in der ersten Reihe stehen und zugucken. (Jedenfalls nicht so, dass es bemerkt würde 🙂 )

Jetzt könnte der Leser einwenden, dass das Erwachsenwerden schon von Millionen von Mädchen erfolgreich bewältigt wurde, die davon berichten können (DWM eingeschlossen – naja, einigermaßen immerhin), aber die Desperates wären nicht die Desperates, wenn sie nicht auch hier mit einer besonderen Komplikation aufwarten könnten. DSG ist durch ihre Klassenüberspringung mindestens ein Jahr jünger als alle anderen und das hat schon des öfteren Probleme bereitet.

Schon wärend der Woche beobachtet DWM die abendliche Dämmerung, um sich erstmal mit sich selbst zu einigen über den Zeitpunkt des Zapfenstreichs, bevor sie in die Verhandlungen mit DSG eintritt. Um acht Uhr ist es noch hell, um neun aber schon ziemlich dämmrig. Trotzdem einigen sich die beiden auf neun Uhr, als ein neuer Komplexitätsgrad dem Geschehen hinzugefügt wird.

„Mama, darf ich nach der Party bei Lara übernachten, dann können wir am Sonntag gleich das Referat machen?“

Eigentlich ist DWM gar nicht begeistert davon, die allererste Zapfenstreichüberwachung schon in fremde Hände zu geben, noch dazu ist DSGs Freundin bereits fünfzehn! DWM springt mit Schwung über den Schatten und einigt sich mit Laras Mutter auf neun Uhr. Am Vorabend der Großereignisses betritt DWM das Zimmer ihrer Tochter, um nochmal die Verhaltensregeln durchzugehen, wird aber sofort unterbrochen.

„Ich weiß, Mama, keinen Alkohol…..“

Sehr gut, zumindest die Theorie sitzt 🙂

Als der Aufbruch am Nachmittag langsam näher rückt, wird DSG immer nervöser und DWM fühlt sich zu Hilfestellung verpflichtet, obwohl die Männer langsam anfangen zu drängeln, weil sie zum See aufbrechen wollen. DWM sucht aus dem Internet Rezepte für Stockbrotteig, rechnet Zutatenmengen um, sucht die große Salatschüssel und probiert verschiedene Stauvarianten, um das ganze Gespäck möglichst gefahrenfrei auf dem Fahrrad unterzubringen. DWD kann ihre mit DSG geteilte Nervosität wieder einmnal überhaupt nicht nachvollziehen und versteht nicht, warum er so lange warten muss. DWM ist wie immer hin- und hergerissen, lässt dann aber doch ihre unter der Dusche stehende Tochter zurück, um dem Ehemann zu folgen.

Im Auto erinnert sie sich an ein Gespräch, das sie vor vielen Jahren mit ihrem Bruder geführt hat. Damals war er seinen drei Teenagern heimlich zu einer Party auf eine Waldlichtung gefolgt und hat sich hinter den Büschen auf die Lauer gelegt, um Gästeliste und Getränkesortiment in Lokalaugenschein zu nehmen. DWM fand das total abwegig und lächerlich. Als sie heute um sieben vom See zurückkommt, überlegt sie, ob sie noch eine kleine Fahrradtour an die Saalach unternehmen und ganz unauffällig den Ort des Geschehens passieren soll. Mit Helm und Sonnebrille erkennt sie garantiert keiner, wenn sie schnell vorbeiflitzt. Aber ob sie dabei viel mitkriegen wird? Und 10 mal hin und herzufahren vor dem Grillplatz ist dann vielleicht schon etwas auffällig.

DWM entscheidet sich dagegen (ohnehin die bequemere Variante) und lenkt sich mit Rotwein ab. Um neun Uhr bekommt sie eine SMS:

„Hallo Mama bin gut heim gekommen es war supeeeeeeer!!! Mach dir also KEINE Sorgen mir gehts super 🙂 gute nacht bussi an alle falls ihr noch wach seit :D“

Na gut, diese SMS konnte genauso gut auf dem Grillplatz geschrieben worden sein, aber DWM ist trotzdem beruhigt. Immerhin ist ihre Tochter wohlauf. Außer natürlich jemand hat auf ihrem Handy eine SMS an den gespeicherten Eintrag „MAMA“ geschrieben, aber dieser Gedanke erscheint jetzt selbst DWM langsam etwas weit hergeholt. Wieso war DSG auf die Idee gekommen, sie könnte sich Sorgen machen?

Woran DWM merkt, dass sie wirklich alt wird oder besteht doch noch Hoffnung für ihr inneres Kind?

Ja, DWM hat es tatsächlich geschafft, mit dem alten Fahrrad zu ihrer Tour aufzubrechen. Und auch daran gedacht, das Handy einzustecken, denn seit sie – wie gestern erwähnt – ihre handwerklichen Ambitionen gegen den Ehering eingetauscht hat – ja, ich höre euch in Entsetzen ausbrechen, aber DWM ist nun mal so furchtbar faul beschäftigt – ruft sie bei einer Panne einfach den technischen Service DWD, der sie dann abholt. Dazu muss man aber sagen dass DWM seit geraumer Zeit keine richtige Tour mehr gefahren ist sondern nur einstündige Ausfahrten am Abend. Heute aber hat sie ein konkretes Ziel, sie wird eine Runde fahren, die einige Jahre wegen diverser Arbeiten nach Lawinen- und Murenabgängen gesperrt war und mal gucken, ob die wieder offen ist. Sicherheitshalber trägt sie auch ihre Pulsuhr, so untrainiert nach dem langen Winter (In Wirklichkeit trägt sie die nur, um auf der ebenen Anfahrt nicht unter ihren Zielpuls zu kommen).

Schon auf der ersten Steigung stellt sich heraus: das ist irgendwie nicht mehr so wie früher. Komisch, obwohl sie doch mindestens zwei mal in diesem Winter auf ihrem Spinningrad gefahren ist, scheint die Kondition eher suboptimal zu sein. Dabei hat sie mindestens einmal die Woche die Tourenski oder das Snowboard den Berg hochgetschleppt. DWM kann die Augen nicht mehr verschließen vor dem Offensichtlichen. Sie wird alt und kann nicht mehr aus dem Stand und ohne Training Touren fahren. Am besten, sie schaltet die Pulsuhr gleich aus, um nicht ständig auf den unerfreulichen Umstand hingewiesen zu werden

Die Steigung zieht ich elendiglich lange hin und jetzt kommt der Zeitpunkt, an dem DWM merkt, dass sie WIRKLICH alt wird: Früher wäre es absolut ausgeschlossen gewesen, abzusteigen und zu schieben. DWM hat gebissen, den Puls jenseits der 200 getrieben und die Übelkeit hinuntergeschluckt. Selbst während der Schwangerschaft hat sie sich den Berg hochgequält, bis ihr die Clubkollegin gedroht hat, die Luft aus den Reifen zu lassen, wenn sie nicht sofort absteigt. Dazu muss man sagen, dass das Schieben in diesen Steigungen nicht nur die komfortablere, sondern meist auch schnellere Fortbewegung darstellt, aber das lag absolut unter DWMs Würde. Unvorstellbar, wenn jemand sie dabei gesehen hätte!

Und jetzt?  Die wenigen knackigen Mountainbiker, die DWM begegnen, wecken allenfalls noch mütterliche Gefühle in ihr und so löst sie mit Schwung ihren Schuh aus dem Clickpedal um das Fahrrad zu schieben. Dabei kann sie auch viel besser die grandiose Landschaft genießen (ein angehnehmer Aspekt des Altwerdens, wie DWM feststellt. Früher hätte sie auch in einer Halle biken können, die Kulisse war eher sekundär).

Mit dieser Mischung aus Schieben, langsamen Fahren und andächtiger Landschaftsbetrachtung zieht sich die Tour länger hin als gedacht und DWM ist froh, sich für das Mittagessen abgemeldet zu haben. Als sie nach schier endloser Zeit den Pass erreicht, breitet sich ein großes Schneefeld vor ihr aus. Jetzt wäre es das Vernünftigste, umzukehren und den gleichen Weg zurückzufahren, der nur von kleinen Schneeresten am Wegrand gesäumt war. Das wäre ein kleiner Umweg im Vergleich zur ursprünglichen Variante, aber DWM hat keinerlei Ahnung von der Ausdehnung der weißen Pracht vor ihr. Was, wenn die ganze Abfahrt verschneit ist? Nun bricht der kindliche Trotzkopf in DWM durch: sie hatte sich vorgenommen, die Tour als Runde zu fahren und genau das wird sie auch tun! Das ist sicher nur ein kleines Schneefeld und außerdem sieht man da Fußspuren und mit etwas Fantasie auch eine Fahrradspur daneben, da ist schon einer gegangen, der hätte das sicher nicht getan, wenn das so unsinnig wäre, nicht wahr?

DWM stapft durch den Firn, in den sie mal mehr, mal weniger einsinkt, zum Wasser, das von außen durch die Schuhe dringt, gesellt sich der von oben eindringende Schnee. Das Fahrrad neben ihr wirkt ziemlich deplaciert, sie wühnscht sich ihre Tourenski oder wenigstens das Snowboard herbei. An Umkehren verschwendet sie trotzdem keinen Gedanken. Schon bald beginnt eisige Kälte von den Füßen Richtung Beine zu ziehen, aber Kneippen ist doch sehr gesund, nicht wahr? Ach wie schön könnte sie im Tal jetzt den Sommer genießen, für heute waren 30 Grad prognostiziert! Nach einer halben Stunde unbequemen Abstiegs muss DWM sich eingestehen: das war keine gute Idee, aber jetzt umkehren und durch den tiefen Schnee mit dem Fahrrad wieder hinauf? Nein, immerhin hat sie sich durchgesetzt gegen sich selber und die Tour nach ihren Routenwünschen weitergeführt – wenn auch nicht ganz nach ihren Vorstellungen. Als sie in der Ferne die ersten Almhütten auftauchen sieht, traut sie ihren Augen nicht: mitten durch den Schnee wurde eine Schneise gepflügt! DWM jubelt innerlich über die Segnungen der Zivilisation und staunt über die Höhe der Schneewände, die sich manchmal bis zu zwei Meter links und rechts der gepflügten Straße erheben. Ganz vorsichtig rutscht sie auf der aufgeweichten dünnen Schneeschicht dahin und stellt fest: Radfahren ist wie Radfahren, man verlernt es nicht, auch wenn sie fünfzehn Jahre nicht im Schnee gefahen ist!

(Anmerkung der Redaktion: Da DWM sich immer noch nicht für ein Smartphone entscheiden konnte,überlässt sie die Illustrierung dieses Ausflugs der Fantasie des Lesers und kann leider nicht mit Fotos dienen).

Die dunkle Seite der Arbeitsteilung oder DWM kann man es nicht wirklich recht machen

Endlich, endlich, ein freier Freitag für DWM nach dieser anstrengenden Arbeitswoche. Und was das Beste daran ist: ausnahmsweise mal mit gutem Wetter! DWM versucht – mit Erfolg! – ihr schlechtes Hausfrauengewissen zu besiegen und teilt der Familie mit, dass sie heute trotz freien Tages NICHT kochen wird. DSB isst ohnehin in der Schule, weil er nachsitzen muss und für drei Personen lohnt sich das doch gar nicht. DWM wird statt dessen ihre Untersportung bekämpfen und sich auf ihr Mountainbike schwingen. Voller Vorfreude sucht sie ihre Klamotten zusammen, als die Familie das Haus verlassen hat. Das dauert eindeutig zu lange, der Schrank mit den Sportsachen müsste mal umgeräumt werden von Winter- auf Sommerbetrieb. Aber sicher nicht heute! Als DWM ihr Fahrrad aus dem Schuppen holt, sinkt das Vorderrad verdächtig tief ein. Hm, mit so wenig Luft im Reifen loszufahren ist eigentlich keine gute Idee. Wo war nochmal die Luftpumpe? Erstmals überlegt DWM, ob die Arbeitsteilung im Hause der Desperates eine so gute Idee ist. DWD als Fuhrparkverantwortlicher kümmert sich um alles was Räder hat. Das geht so weit, dass er ihr manchmal das Auto in und aus der Garage fährt (diesen Service hat sie sich allerdings hart erarbeitet durch die Zerstörung mehrerer Außenspiegel) und betankt (diesen Service hat sie sich ebenfalls hart erarbeitet, indem sie kurz vor Erreichen der Reserve immer einen drigenden Grund für Autotausch gefunden hat). Jetzt hat DWM sich geoutet: Sie hat es nicht wirklich mit der Emanzipation. Dafür würde sie auch niemals von DWD erwarten, sich um die Wäsche zu kümmern (ausgenommen das Annähen von Knöpfen, was als chirurgische Tätigkeit gilt und somit unter DWDs Fachgebiet fällt).

Jetzt allerdings hantiert sie erfolglos mit der Fahrradpumpe, um ein wenig Luft in den Reifen zu quetschen und verflucht ihre Faulheit Arbeitsteilung. Wann hat das eigentlich angefangen? Als Single war DWM in der Lage gewesen, auf einer Tour den Schlauch zu wechseln, ohne die Clubkollegen zu lange warten zu lassen. Auf ihrem ersten (und einzigen) Mountainbike-marathon nach den Kindern hat sie DWD allerdings mitgenommen, weil die Annahme von Fremdhilfe im Rennen verboten ist und im Falle eines Mitfahrers ja nur die Räder getauscht werden müssen. Offensichtlich hat sie ihren Ehering gegen handwerkliche Ambitionen eingetauscht. Mit einem lauten Zischen löst sich jetzt der Schlauch von der Fahrradpumpe, ohne dass der Reifendruck sich merklich verbessert hätte. So leicht lässt DWM sich aber nicht entmutigen. Gemeinsam mit der defekten Pumpe bringt sie ihr Fahrrad zurück in den Schuppen und – tauscht es gegen ihr altes. Das war zwar für DSG ein wenig umgebaut worden, aber die erste Tour im Jahr wird sich ohnehin nicht durch besonderen Anspruch auszeichnen, das alte Mountainbike wird also völlig ausreichen. (und warum es das tut, erfahrt ihr morgen!)

Dieser Kommentar von Hannes im Hühnerstall hat DWMs Kämpfernatur so gereizt, dass sie sogar die Reblog-Funktion ausprobieren musste:
“Hannes” schrieb am 23.4. zum Post DER NEUE NERVT:

Wirklich ärgerlich – da kommt einer daher, motiviert, freundlich, hilfsbereit und stört den Tagesablauf jener, die eigentlich die Zeit rumkriegen wollen, damit sie wieder heimgehen können und am Ende des Monats ihren Gehaltsscheck abholen.
Sorry, liebes Huhn, aber da solltest Du mal Deine Arbeitseinstellung (oder überhaupt Deine Jobwahl) überdenken…

Unternehmerische Entscheidungen

Wenn BigBoss etwas haben möchte, dann möchte er das sofort. Und ApplePolisher als braver Untertan unterstützt ihn darin mit dem gebotenen Einsatz. So wurde der Firma aus dem montäglichen Workshop auch vermittelt, sie können schon mal zu arbeiten anfangen, auch wenn die Verträge noch nicht unterschrieben seien. DWM als kritischer Geist könnte hier Verzögerungen verursachen, gut dass sie mittlerweile so wenig zu sagen hat.

In ihrem Meeting am Mittwoch hat sie andere Anbieter und auch deren Kunden kennengelernt und somit beim mittäglichen Smalltalk Gelegenheit, mögliche Alternativen auch von der Kostenseite her abzuklopfen. Jetzt fühlt sie sich in der Zwickmühle. Soll sie versuchen, das Projekt in der jetzigen Form zu kippen? Soll sie BigBoss von der Alternative berichten? Der korrekte Dienstweg verlangt, zuerst mit ApplePolisher zu sprechen, aber wer sich an Im Zentrum des Geschehens (5) oder Wer sagt hier die Wahrheit?erinnern kann weiß, dass dieser die Informationen gern ein wenigt modifiziert, bevor er sie an BigBoss weitergibt. Die Macht des Faktischen nimmt DWM die Entscheidung ab. Morgens ist viel zu tun, und gleich danach Abteilungsbesprechung mit ApplePolisher. Die Tür zum Vorstandbüro steht wie meistens offen und ApplePolisher senkt die Stimme, als DWM das Thema anschneidet. Als erstes fragt er, ob sie den Vorständen bereits davon berichtet habe und scheint sehr erleichtert, als sie dies verneint. DWM ist ja eine brave Angestellte und würde niemals den Dienstweg umgehen. Brav hört ApplePolisher sich DWMs Bericht an, wirft aber ein, dass das Ding sicher viel zu unflexibel sei. Trotzdem wird er ein wenig nachdenklich, als er von den Kosten hört. Vor BigBoss als der große Einsparer dazustehen (was natürlich er und nicht DWM tun würde) wäre schon sexy. Aber DWM weiß, dass auf seinen Druck hin die Hardware bereits bestellt wurde, obwohl die Unterschrift des IT-Leiters auf dem Antrag gefehlt hat. Deswegen hält seine nachdenkliche Miene auch nur kurz an, bevor er sich wieder DWM zuwendet: „Du hast mir von diesem Meeting am Montag berichtet, ok?“

DWM muss sich sehr anstrengen, um ihre Kümmerermentalität abzustreifen. Was für Alternativen hat sie und vor allem, welche Vorteile bieten diese? Ihr Wissen zu BigBoss zu tragen, bedeutet, den offenen Kampf gegen ApplePolisher zu eröffnen. Darauf verspürt DWM wenig Lust, wo sie doch schon im verdeckten Kampf den kürzeren gezogen und ihre Position an ihn verloren hat. Diesmal hätte sie zwar die Waffe der Einsparung in der Hand, aber sie will gar nicht kämpfen, sie will nur das Beste für das Unternehmen! Schweren Herzens gesteht DWM sich ein, dass es darum aber nicht geht. Sie wird ihren unternehmerischen Instinkt unterdrücken und das Projekt nach ApplePolishers Vorstellungen machen müssen, wenn sie hier in Ruhe weiter arbeiten möchte.

Meetings einst und jetzt

DWM hat auf der gestrigen Dienstreise neues gelernt und festgestellt, dass sie manches, aber nicht alles aus ihrem alten Business-Leben verlernt hat.

Neu dazugelernt:

  • Es gibt ein Leben, nachdem man um 5.00 morgens aufgestanden ist

Leider verlernt:

  • Sich in die Nähe der Getränke zu setzen
  • Sich strategisch günstig zum Ausgang zu setzen, um die Pause ein wenig früher zu beginnen und dafür ein wenig später zu beenden
  • Sich weit genug vom Lautsprecher wegzusetzen

Nicht verlernt, bzw. perfektioniert

  • Weghören bei irrelevanten Vortragsbestandteilen (perfektioniert durch Kindererziehung und Gemeinschaftsbüro mit ChatterBox) und produktive Nutzung der Zeit (z.B. Vorbereitung des Blogposts)
  • Strategisch günstige Position beim Mittagsbuffet erreichen
  • Optimales Heranpirschen an die richtigen Ansprechpartner in der Mittagspause, um die wichtigsten Punkte off-Topic klären zu können und somit
  • Aufhören wenn´s am Schönsten ist – sprich vorzeitiger Aufbruch spätestens in der letzten Pause (da strategisches Positionieren für unaufälligen Ad-Hoc-Aufbrauch leider verlernt – siehe oben)

Interessantes Detail am Rande:

Eine respektable Frauenquote im Meeting wird erreicht, indem sich zwar viel mehr Männer anmelden, die Frauen aber zuverlässiger erscheinen.